Heimatliebe zu Kuba


Fast allen Spitzensportlern Kubas, so auch der Boxlegende Stevenson oder seinem Nachfolger Savón wurden Topangebote aus dem Ausland gemacht, das große Geld zu verdienen. Beide lehnten einen Schaukampf gehen Muhammed Ali ab. Castros Einstellung ist deutlich: Sport fördern in jedem Fall, denint ernationalen Vergleich suchen eine Selbstverständlichkeit, doch niemals Sport um des Geldes wegen. Und die Sportler? Auch sie trauern den entgangenen Chancen kaum nach, sind stolz ihren Lada zu fahren und ein Auskommen in der Sportbehörde gefunden zu haben. Es gibt keinen Zweifel, der Chef hat es befohlen. Wesentlich mehr als die Pflichttreue gegenüber ihrem Maximo Leader wiegt jedoch das Gefühl der Heimatverbundenheit. Gegen kein Geld der Welt wollen die Kubaner sich selbst von ihrer geliebten Insel verbannen lassen und so trainieren sie weiter in geflickten Anzügen mit notdürftiger Ausrüstung, aber einem Lächeln im Gesicht. Ihre Heimat verraten, dies können sich die wenigsten vorstellen.